Der Kräutergarten

Im Inneren des Burggeländes, wo sich früher die Stallungen befanden, wurde 2001 ein Kräutergarten in Kreuzform angelegt.

Man kann dort heute noch häufig verwendete Heilkräuter ebenso wie sehr giftige Pflanzen, die gegenwärtig nicht mehr in der Medizin gebraucht werden, blühen und samen sehen. An einigen wie z.B. der Pfefferminze oder Ringelblume kann man riechen, aber andere sollte man nicht anfassen, wie z.B Osterluzei oder der Blaue Eisenhut.

Auf Namenschildern kann man vieles über die einzelnen Kräuter erfahren.

In der Mitte wächst eine Apothekerrose.

Zwei Pflanzen, die sich seit dem Mittelalter, dank des Mauermörtelkalkes, auf der Burgruine halten, sind Schildampfer und Wermut.

Hinter dem Gärtchen gibt es noch einen Wacholderstrauch und einen Weißdorn. Am Eingang links breitet sich der Alant aus.

Kräutergarten
Kräutergarten vom Turm aus gesehen.
Lungenkraut
Der erste Frühlingsbote im Kräutergarten, das Lungenkraut.
Schafgarbe
Eine Fliege sitzt auf der Blüte der Schafgarbe.
Osterluzei
Kuriose Blüten bringt die Osterluzei hervor.
Weinbergschnecke
Diese Weinbergschnecken sind ganz hart im Nehmen, hier vor einem Schildampferblatt.
Kräutergarten
Der blühende Kräutergarten mit Aussichtsturm im Hintergrund.
Pflanzenbeschreibung
Diese kleinen Tafeln geben Informationen über die Heilpflanzen.
 

Der "Urwald"

Ein seit vielen Jahrzehnten sich selbst überlassener Wald, der auf der Norseite des Vulkankegels entstehen konnte, da hier keine Landbewirtschaftung möglich ist. Auch das Beweiden durch den Stadtschäfer wurde Ender 60 er Jahre eingestellt.

Waldweg
Der Waldweg im Herbst.
Waldweg
Goldener Oktober im Vogelsberggarten
Farn
Farne sind Waldbewohner.
 

Die Goldhaferwiese

Goldhaferwiesen findet man im Vogelsberg ab einer Höhe von 6oo Metern. Sie werden am besten nur einmal im Jahr zur Heuernte gemäht. Eine Herbstbeweidung kann erfolgen. Ende Mai bis Mitte Juni kann man Storchschnabel, Schwarze Teufelskralle und Hahnenfuß blühen sehen.

Blühende Goldhaferwiese
Die Goldhaferwiese in der Blütezeit

Das Beet der Goldhaferwiesengesellschaft

Die Bergwiesenkräuter, die in der Hangwiese vorkommen, werden hier gezeigt, zum Beispiel verschiedene Sorten Frauenmantel und als Frühblüher zu nennen sind Knabenkraut und Trollblume. Später im Jahr folgen Teufelskrallen und Herbstlöwenzahn.

Wie auf allen Beeten mit Wildpflanzen haben sie rein Vogelsberger Genmaterial.

Goldhaferwiesenbeet
Das Bergkräuterwiesenbeet befindet sich oberhalb der Goldhaferwiese.
Trollblumen
Trollblumen gab es früher noch sehr häufig.
Knabenkraut
Orchideen sieht man auch nur selten.
Blühendes Wiesenbeet
Wiesengesellschaften können sehr blütenreich sein.

Das Hochstaudenbeet

Blütenvielfalt in allen Farben und zu fast jeder Jahreszeit.

Hochstaudenbeet
Besucher staunen über die Blütenpracht.

Montane Hochstauden

Ein Hochstaudenbeet gefüllt mit hochwüchsigen Kräutern, die es gerne halbschattig mögen, liegt daher auch auf der Nordseite des Berges vor dem kleinen Urwald.

Hier gedeihen z.B. die Türkenbundlilie,die Wappenpflanze des Vogelsbergkreises, die Bergflockenblume und der Platanenblättrige Hahnenfuß.

Bergflockenblume
Bergflockenblumen werden gerne von Ameisen besucht.
Platanenblättriger Hahnenfuß
Platanenblättriger Hahnenfuß mit Fliege.
Türkenbundlilie
Die Türkenbundlilie ähnelt einem türkischen Turban.
Silberblatt
Im Herbst erkennt man, warum das Silberblatt seinen Namen hat.

Glockenblumen und Habichtskräuter

Das sonnenförmig angelegte Beet wurde nur mit heimischen Glockenblumen und Habichtskräutern bepflanzt, eingerahmt von Frauenmantel. Das Orangerote Habichtskraut, das erst in den 50er Jahren in den Vogelsberg kam und sich stark verbreitet hat, interessiert viele Besucher. Die Vielfalt der heimischen Glockenblumen überrascht viele Gäste.

Schatten spenden Wachholder, Wildapfel und Spillinge. Eine gespendete Elsbeere versucht sich auch im rauen Klima.

Beet mit Habichtskräutern und Glockenblumen
Herr Happel (ehemaliger Naturparkgeschäftsführer) und Herr Frischmuth (aktueller Naturparkgeschäftsführer) begutachten das Beet.
Schmetterling an Habichtskraut
Schmetterlinge lieben Habichtskräuter.
Sonnenbeet
Beet der Glockenblumen und Habichtskräuter
Blütenpracht
Blüten in orange, gelb, lila und weiß.

Landwirtschaft

Rinderweide
Herde grast auf der Weide.

Das heutige Landschaftsbild wurde geprägt von den Bauern, die den kargen Böden auf den rauen Höhen ihr geringes Auskommen abrungen.

Pflanzenvielfalt

Die große Pflanzenvielfalt konnte sich nur durch diese alte bäuerliche Wirtschaftsweise entwickeln.

Kornblume
Sonnenbeschienene Kornblume
Kornrade
In Hessen ausgestorben, die Kornrade
Ackerveilchen
Kleines Ackerveilchen
Ackerlöwenmäulchen
Stark gefährdetes Ackerlöwenmäulchen

Der Acker

Ein kleiner aber feiner Acker befindet sich auf der Westseite des Berges und wird von einem Paten betreut. Wechselnde Feldfrüchte und selten gewordene Ackerunkräuter machen dieses Fleckchen Erde so einzigartig. Das er ein besonderer Acker ist zeigt, daß er in dem Buch 100 Äcker für die Vielfalt mitaufgenommen wurde.

Unsere Schulkinder lieben ihn nicht nur wegen der Aussicht, sondern weil sie als Erstklässler Kartoffeln im Frühjahr legen und im Herbst das Erdgold wieder ernten dürfen.

Getreideernte
Ernst Happel beim Schärfen der Sense.
Erntezeit
Die Garben des Schwarzen Emmers stehen zum Trocknen.
Kartoffelernte
Bei diesem Wetter und mit so vielen Helfern macht die Kartoffelernte Spaß.
Schule auf dem Acker
Die Schulkinder bei der Kartoffelernte.

Die Tiere

Rinder unterschiedlicher Rassen halten unsere Weiden offen.

Auch Schafe, sogar Skudden, arbeiten für den Vogelsberggarten.

Schafe
Schafe
Kälbchen
Pinzgauerkälbchen
Pinzgauerbulle
Pinzgauerbulle
Rind
Rind

Das Herzstück des Vogelsberggartens

Gemüse
Gemüse wächst gut auf dem nährstoffreichen Basaltboden.

Der Bauerngarten erfreut die Besucher durch seine Vielfalt.

Der Bauerngarten

Der Bauerngarten ist eingezäunt, um Tiere fernzuhalten. Gerne dürfen Besucher eintreten und sich am Duft des Kräuterbeetes berauschen, die Rosenblüten betrachten oder das Gemüse bestaunen. Dies alles gehörte zu einem typischen Vogelsberger Garten, denn man musste ja für das ganze Jahr Obst, Gemüse und Blumen selbst anbauen.

 

 

Rose
Rose mit Tautropfen
Möhre
Gesunde Vitamine liefert die Möhre.
Blumenpracht
Blumenpracht
Bauerngartenkräuter
Kräuter dürfen nicht fehlen.

Die Glatthaferwiese

Mäharbeiten
Mäharbeiten duch die Stadt Ulrichstein.

Dieses Beet liegt im Süden des Rundweges und wird zweimal im Jahr gemäht.

Das Glatthaferwiesenbeet

Diese Wiesenform kommt häufig in einer Höhe bis 500 Meter vor. Hier blüht der Günsel, die Schwarze Teufelskralle und der Wiesenbocksbart. Im Herbst wird das Beet abgemäht und im Frühjahr duchgejätet, damit auch das Echte Labkraut und der Wiesenknopf nicht durch die Margerite verdrängt wird.

Schwarze Teufelskralle
Knospe der Schwarzen Teufelskralle
Wiesenbocksbart
Blüte des Wiesenbocksbarts
Glatthaferwiesenbeet
Das Beet der Glatthaferwiesengesellschaft
 

Das Borstgrasrasenbeet

Die Magerrasengesellschaft

Das einzige Beet mit Bodenaustausch.

Magerrasengesellschaft

Das Borstgrasrasenbeet befindet sich gleich am Haupteingang zur Burg links am Südhang des Berges. Hier kann man die Pflanzengesellschaft sehen, die es gerne mager und leicht sauer hat. Pech- und Prachtnelke, Arnika und Frühlingsplatterbse gedeihen hier genauso gut wie Sonnenröschen und Bergrispengras.

Heidenelke
Die Heidenelke liebt diesen Standort.
Arnika
Arnika oder auch Bergwohlverleih
Faulbaumbläuling
Hier ruht ein Faulbaumbläuling auf einem Samenstängel.
Magerrasenbeet
Blühende Borstgrasrasengesellschaft