Jahreshauptversammlung 2015

Geschäftsführerin Susanne Jost verabschiedet
Vogelsberggarten ein unschätzbares Kleinod

Vogelsberggarten sucht ehrenamtliche Helfer 

 „Leider ist dies mein letzter Bericht als Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer des Vogelsberggartens, da ich zum 1. Juli 2014 aufgrund von Stundenerhöhung in der Kreisverwaltung schweren Herzens kündigen musste, denn meine Zeit reichte mir nicht mehr aus“, so Susanne Jost am Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Groh. Erfreut zeigte sie sich, dass mit Richard Golle (Hörgenau) ein Nachfolger gefunden wurde, dem sie alles Gute für diese wunderbar vielseitige und wichtige Arbeit wünschte.
Zu dem Berichtsjahr 2014 führte sie aus, dass eine neue Homepage für den Vogelsberggarten erstellt wurde, die an die Seite der Stadt Ulrichstein gekoppelt ist. Gleichzeitig wurde von Carmen Schneider ein sehr ansprechender neuer Flyer vorbereitet und in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt.
Im März begannen die Pflegearbeiten im Kräutergarten außerdem wurden Bänke und Tische vor der Ernst-Happel-Hütte aufgestellt, sodass die Soroptimistinnen zur Spendenübergabe die Frühlingssonne genießen konnten. Anfang März startete Andrea Wasolua als Gemüsegärtnerin im Bauerngarten, sie baute eine Vielzahl an Gemüse an und erklärte Besuchern gerne die Besonderheiten.

Verabschiedung
Bürgermeister Schneider verabschiedet Susanne Jost und wünscht dem neuen Geschäftsführer Richard Golle viel Erfolg im Vogelsberggarten. Rechts Heinz-Jürgen Schmoll, Geschäftsführer Naturpark „Hoher Vogelsberg“

Ende März seien Speierling und Belze von der Rinderweide in den Bauerngarten umgezogen, damit sie vor den Tieren geschützt waren.
Ilse Strecker pflegte nicht nur ihre beiden Beete, sondern kümmerte sich auch um die Wege der anderen Beete. Mitte April konnte der Förderverein eine große Spende des InnerWheel Clubs für den Vogelsberggarten empfangen.

Im Mai wurden fünf Gruppen durch die Anlage geführt und diverse Arbeitseinsätze gefahren.
Am 11. Juni fegte am Vormittag ein kurzer aber sehr heftiger Sommersturm mit Hagel über Hessen hinweg und auch der Vogelsberggarten wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Die Kartoffeln von Timo Stein auf dem Acker sahen völlig zerrupft aus, erholten sich aber schnell wieder“, so Susanne Jost. Vor allem der Kies des Waldweges wurde weggeschwemmt und die Pflanzen im Bauerngarten beschädigt. Bei einer Esche am Kriegsgräberfriedhof brach ein großer Ast ab und überall waren Aufräumarbeiten notwendig.
Frau Wasolua, Frau Strecker und Ernst Happel sowie die Naturparkmitarbeiter und städtischen Arbeiter hätten dann den Sommer über den Vogelsberggarten in Schuss gehalten. Im Oktober halfen auch Studenten mit die Anlage zu pflegen.

„Es waren fünf wundervolle Jahre in denen ich sehr viel über die heimische Pflanzenwelt, Geologie, Mitarbeiterführung, Besucherlenkung, Öffentlichkeitsarbeit, sowie Land und Leute lernen konnte. Ein herzliches Dankeschön an Ernst Happel für die angenehmen Lehrstunden, an die Naturparkmitarbeiter und alle fleißigen Mitstreiter für die gute Unterstützung. Der Vogelsberggarten ist ein unschätzbares und unvergleichliches Kleinod, welches den Besuchern hoffentlich noch lange ein Leuchten in die Augen zaubert“, so Susanne Jost abschließend.
Vorsitzender Bürgermeister Edwin dankte der scheidenden Geschäftsführerin für ihre Arbeit und überreichte ein Präsent.

Über eine Vielzahl von Arbeiten bereits aus diesem Jahr informierte Nachfolger Richard Golle. So seien im Rahmen des gemeinsamen Heckenprojektes der Kommunen Ulrichstein und Lautertal zahlreiche Hecken auf den Stock gesetzt worden und der Weg vom Museum im Vorwerk zum Vogelsberggarten sei wieder begehbar. Gesucht werden noch weitere ehrenamtlich Helfer und Paten, wie zum Beispiel für den wunderschönen Bauerngarten am Südhang des Schlossberges. Gesäumt von Wildrosen enthält der Bauerngarten nicht nur zwei Gemüsebeete, sondern auch Beerensträucher, Staudenbeete mit typischen Bauerngartenblumen und ein großes Kräuterbeet. Aber nicht nur für den Bauerngarten werde ein Pate benötigt, auch für andere Blumen- und Kräuterbeete werden noch freiwillige Helfer gesucht. Das angebaute Obst und Gemüse stehe natürlich zur eigenen Verfügung.
Einstimmig wurde eine kleine Satzungsänderung bezüglich der Gemeinnützigkeit genehmigt und Otto Kirchner und Susanne Jost zu Kassenprüfern gewählt.

Pressebericht und Bild: Dieter Graulich