Inner-Wheel-Club Bad Orb-Büdingen-Nidda unterstützt Vogelsberggarten


Ein kalter Wind blies der Abordnung des Inner-Wheel-Clubs (IWC) Bad Orb-Büdingen-Nidda und Vertretern des Vogelsberggarten am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin im Bauerngarten auf dem Ulrichsteiner Schlossberg ins Gesicht und sorgte damit dafür, dass der offizielle Teil einer Spendenübergabe mit dem dazugehörenden Gruppenfoto, sehr schnell über die Bühne gingen. Zum Glück war es in der daneben stehenden „Ernst-Happel-Hütte“ windgeschützt und man hatte Gelegenheit zu einem kleinen Plausch.
Die Präsidentin des IWC, Carola Bauer, wies zunächst darauf hin, dass der Inner-Wheel-Club eine der größten Service-Organisationen von Frauen weltweit sei. Seine Ziele stimmten mit denen von Rotary überein. Die ehrenamtliche Arbeit habe ihren Schwerpunkt im sozialen Bereich, in der Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, aber auch in der Förderung sozialer ehrenamtlicher Projekte.
Das Spendenaufkommen erwirtschaftet der IWC durch persönlichen Einsatz. Beispielhaft dafür sei der mehrtägige große Kleider-Basar während des jährlichen Martini-Marktes in Nidda, der großen Anklang finde und nennenswerte Summen einbringe.


Bei einem Treffen der insgesamt 31 Mitglieder, habe Ilona Appel (Schotten) über den Vogelsberggarten in Ulrichstein berichtet und dabei sei der Beschluss gefasst worden, dieses Projekt zu unterstützen. Präsidentin Bauer überreichte einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den Vorsitzenden des Fördervereins, Bürgermeister Edwin Schneider, der sich namens des Vereins für diese Unterstützung bedankte.
Das Ulrichsteiner Stadtoberhaupt führte aus, dass das Projekt ohne die viele ehrenamtliche Mithilfe der Mitglieder des Fördervereins und weiterer Bürger nicht am Laufen gehalten werden könne. Neben diesem Engagement seien natürlich auch finanzielle Mittel erforderlich und im Zeichen leerer Kassen von Kommunen und Land, sei jede finanzielle Spende sehr willkommen.   
Das Konzept der sechs Hektar großen Anlage rund um den Ulrichsteiner Hausberg stellte dann Ernst Happel, der ehemalige Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, vor. Nicht ganzjährig blühende Anlagen sollten gezeigt werden, sondern in fünf Wildpflanzenbeeten würden Pflanzen, sortiert nach ihren Standorten, erhalten, die reines Vogelsberger Genmaterial in sich tragen würden. Der Besucher könne damit auf sehr kleinem Raum, zum Teil vom Aussterben bedrohte, Pflanzen und Haustierrassen erleben.
Im „Bauerngarten“, einem Gemüsegarten, der nach alten Vorlagen geplant wurde, würden neben Gemüse, Obst und Kräutern auch schöne Stauden, sowie zahlreiche Wildrosen angebaut. Gesucht werden hier noch etwa 20 Bohnenstangen, denn „Stangenbohnen“ seien früher in jedem richtigen Bauerngarten vorhanden gewesen. An den alten Bohnenstangen hatte buchstäblich der Zahn der Zeit genagt und sie waren abgefault.
Ernst Happel bot abschließend dem IWC Bad Orb-Büdingen-Nidda im Sommer eine mehrstündige Führung durch die gesamte Anlage an.

Bild und Text von Dieter Graulich